PERLEN

Akoya Zuchtperlen
SüdseeZuchtperlen
Tahiti Zuchtperlen
Süßwasser Zuchtperlen
Kasumiga-Ura Zuchtperlen
Keshi Zuchtperlen
Mabe Zuchtperlen

Merkmale
Pflege


Akoya-Zuchtperlen sind die Klassiker unter den Zuchtperlen.

Sie wachsen in der 7 bis 10 cm großen Akoya-Auster, Pinctada Martensii, bis zu vier Zuchtperlen pro Auster. In der Regel gibt es Akoya-Zuchtperlen in den Größen von 2 bis 9 mm. Größen über 9 mm sind selten und entsprechend wertvoll. Das Farbspektrum reicht von zartcrème, weißrosé über champagnerfarben bis zu silbergrau-Tönen. Hauptzuchtgebiete sind Mittel- und Südjapan und die Küsten Chinas.

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Südsee-Zuchtperlen sind die kostbarsten unter den Zuchtperlen.

Sie werden auch die "Königinen der Perlen" genannt wegen ihrer Größe und der Dicke der Perlmuttschicht. Sie wachsen heran in der Muschel Pinctada Maxima, die 25 - 35 cm groß wird, pro Muschel eine Zuchtperle. Die Perlen sind 8 bis 17 mm groß, manche Exemplare erreichen bis zu 22 mm bei runder Form. Das Farbspektrum reicht von silberweiß, weißrosé über champagner bis zu tiefen Goldtönen. Hauptzuchtgebiete liegen in den warmen Gewässern der australischen Nord-West-Küste, in Indonesien, auf den Philippinen und in Südostasien.

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Tahiti-Zuchtperlen sind naturfarbene dunkle Südsee-Zuchtperlen.

Die in der Muschel Pinctada Margaritifera wachsende Perle ist die einzige natürliche schwarze Perle. Ihre Farben reichen von dunkelgrau bis grüngrau und aubergine. Manchmal sind sie schwarzgrün wie eine Pfauenfeder. Charakteristisch ist ihr metallisch wirkender Glanz und die wechselnden Farbschattierungen innerhalb der Perle. Sie stammt überwiegend von Perlfarmen in Französisch-Polynesien und von den Cook Islands.

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Süßwasser-Zuchtperlen

Sie wurden früher fast nur im namensgebenden japanischen Biwasee bei Kyoto gezüchtet. Heute liegen die Hauptherkunftsgebiete in China. Über 95% der Süßwasserperlen werden ohne Kern gezüchtet. Dabei werden jeweils nur Stückchen vom Mantelgewebe in die Zuchtmuschel implantiert, bis zu 30 Stückchen pro Seite. Da es an einem formgebenden Kern fehlt, weisen kernlose Zuchtperlen die verschiedensten Formen auf, wie z.B. Reiskorn oder andere bizarre Formen. Süßwasser-Zuchtperlen haben Größen von 2 bis 10mm. Über 8 mm werden sie auch mit Kern gezüchtet. Die große Zahl von Zuchtperlen pro Muschel und das große Angebot speziell aus China führte Mitte der 90er Jahre zu einer Überflutung des Marktes mit billiger Ware. Bessere Qualitäten und größere Perlen sorgten für eine Erholung. Die Wachstumsphase beträgt 1,5 Jahre - Perlengröße ca. 3 mm und bis zu 4 Jahren - Perlengröße ca. 7 mm.

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Kasumiga-Ura-Zuchtperlen

Kasumiga-Ura-Zuchtperlen sind japanische Süßwasser-Zuchtperlen. Sie werden sowohl im Kasumigaura-See als auch im Biwa-See gezüchtet. Diese Züchtung wurde erst vor ein paar Jahren begonnen (1997). Perlproduzenten aus der Region Kasumigaura und die japanische Fischereiorganisation aus der Shiga-Region haben fast drei Jahre geforscht um eine neue Süßwasser-Muschel zu züchten, die resistent gegen verschmutztes Wasser ist. Perlen aus Ernten dieser neuen Muschelart haben bis zu 15 mm Größe. Kasumiga-Ura-Zuchtperlen ähneln der früheren Biwa-Zuchtperle in Größe, Farbe und Lüster. Sie werden mit Kerngezüchtet (runde und flache Kerne) und sind meist orange, violett oder rosé. Die am meisten vorkommende und bevorzugte Farbe ist zartrosé bis hin zu einem dunklen pink. Produktion dieser Zuchtperlen und Vertrieb sind limitiert, das heißt nur wenige, ausgewählte Importeure dürfen sie anbieten.

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Keshi-Zuchtperlen

Keshi-Perlen sind wie die Süßwasser-Perlen kernlose Zuchtperlen, die jedoch im Meer und nicht in Binnengewässern wachsen. Sie sind "Zufalls"-Produkte und entstehen, wenn eine Auster den eingepflanzten Kern ausstößt. Das ebenfalls eingepflanzte Mantelgewebe bildet dann Perlmutt, das dann ohne Kern eine unregelmäßige Perle formt. Der Durchmesser beträgt bei Akoya-Keshi bis 5 mm, bei Südsee-Keshi bis maximal 15 mm. Das Farbspektrum reicht von silberweiß bis goldfarben und von silbergrau bis schwarz. Keshis sind der Naturperlen am ähnlichsten, denn sie bestehen komplett aus Perlmutt und werden aus diesem Grund von wahren Perlliebhabern geschätzt.

 
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Mabe-Zuchtperlen

Die Mabe-Perle ist eine Halbperle, die aus Japan oder tropischen Gegenden wie Australien, Thailand, den Philippinen oder Malaysia stammt. Sie entsteht zwischen Mantelgewebe und Austernschale. Dazu werden der Auster halbschalige Plastikformen eingepflanzt, z.B. in Herzform. Die Auster bildet Perlmutt in dieser Form. Diese wird dann nach der Ernte herausgestanzt, der Plastikkern (früher Ton oder Glas) entfernt, die Innenseiten mit Kunstharz ausgefüllt und mit einer polierten Perlmuttscheibe zugeklebt. 3 bis 7 Kerne wachsen auf einer Schalenseite. Nur 8 bis 12 Monate beträgt die Züchtungszeit, die Perlmuttbeschichtung ist deshalb nicht so stark.

 
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Merkmale:

Die Form einer Perle hat keinen Einfluss auf deren Qualität. Dennoch hat die Beliebtheit einer besonderen Form, wie die perfekte Rundung oder Tropfenform, oder deren Seltenheit, z.B. Vollbarock, einen großen Einfluss auf den Preis.

Die Größe von Zuchtperlen wird in mm gemessen. Bei den Größenangaben wird immer der Durchmesser der Perlen ermittelt, nicht die Länge. Die Größe wird nicht nur durch den eingesetzten Kern, sondern auch durch die Stärke der Perlmuttschicht beeinflusst. Grundsätzlich gilt: je größer, desto wertvoller.

Lüster ist zum einen der Glanz der Perloberfläche und zum anderen die Reflektion des Lichts durch die feinen Schichten der Aragonit-Kristalle. Er gilt als Hauptfaktor zur Bestimmung der Perlenqualität. Je intensiver der Lüster einer Perle, desto wertvoller ist sie.

Die Reinheit (Oberfläche) einer Perle ist das zweitwichtigste Kriterium zur Bestimmung der Perlqualität. Es beeinflusst sehr stark die Schönheit einer Perle. Kleinere Unebenheiten, Vernarbungen und Vertiefungen der Oberfläche bezeichnet man als Spots.

Auch die Farbe hat keinen Einfluss auf die Perlqualität, doch sie beeinflusst ihre wahrgenommene Schönheit je nach persönlichem Geschmack.

Weiße Zuchtperlen und solche mit einem rosé-Glanz haben bei Akoya- Zuchtperlen den höchsten Wert. Für Südsee- Zuchtperlen sind die meist vorkommenden Farbtöne weiß, weiß-rosé, silberfarben, silber-rosé, gold und crème, ausgefallenere Farbtöne sind champagner, apricot, pfirsich und rosé.

Bei den Tahiti- Zuchtperlen sind blauschwarz und peacock, die sogenannte Pfauenfederfarbe, die Top-Farbfavoriten.

Süsswasser- Zuchtperlen bestechen durch ihre zarten Naturtöne, besondersgeschätzt sind kräftige rosé und rosé-violett-Töne. Die meist vorkommende Farbe ist weiß.

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Tipps zur Perlenpflege:

Bewahren Sie Ihre Perlen in einem weichen Stofftäschchen oder in einem samtbezogenen Etui auf. Auf keinen Fall zusammen mit Gold- und Brillianten-Schmuck, damit die Zuchtperlen nicht von harten, scharfen Schmuckstücken zerkratzt werden.

Legen Sie Ihren Zuchtperlenschmuck erst nach dem Schminken und Frisieren an, da Parfüm, Kosmetika, Haarspray etc. den Lüster Ihrer Zuchtperlen beeinträchtigen können.

Zum Sonnen- und Wasserbaden oder beim Sport sollten Sie Ihre Zuchtperlen ablegen. Hitze, unreines Wasser und Sand schaden Ihren Zuchtperlen.

Da Zuchtperlen auch Wasser und organische Substanzen enthalten, ist es gut, wenn man sie von Zeit zu Zeit in ein feuchtes Tuch einschlägt und so ein Austrocknen verhindert. Auf jeden Fall sollten Perlen getragen werden, denn lange Zeit in dunklen Schubladen lässt sie etwas an Glanz verlieren.

Geben Sie Ihr Collier oder Armband regelmäßig zu Ihrem Juwelier, um es neu aufziehen und knoten zu lassen.

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